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Marie Luise Kaschnitz-Schule |
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Unsere Schule Die Schule für Kranke (SfK) deckt grundsätzlich den sonderpädagogischen Förderbedarf von kranken Schülerinnen und Schülern ab, die langandauernd oder wiederkehrend erkrankt sind. Das Motto unserer Schule ist: "Zur ganzheitlichen Versorgung eines kranken Kindes im Krankenhaus gehört auch die Schule". Die Schule im Krankenhaus sieht für sich als Ziel, das Recht auf Bildung und Erziehung junger Menschen zu sichern, auch wenn diese wegen einer längeren Erkrankung ihre Heimatschule nicht besuchen können. Die Schülerinnen und Schüler sollen nach ihrer Entlassung aus der Klinik möglichst wieder am Unterricht ihrer Klassenstufe teilnehmen können. Die Schule für Kranke am Klinikum Karlsruhe besteht seit 1983. Am 100. Geburtstag von Marie-Luise Kaschnitz im Jahr 2001 wurde die Schule für Kranke nach der Dichterin und Schriftstellerin benannt. Wir haben etwa 40 Schülerinnen und Schüler, um die sich 10 Lehrerinnen und Lehrer kümmern.
Lehrerinnen und Lehrer Welches Kind unsere pädagogische Hilfe braucht, kann nicht von der Dauer des Krankenhausaufenthaltes abhängen. Die Schule für Kranke ist deshalb aus gutem Grund eine Sonderschule mit Lehrerinnen und Lehrern aller Schularten für den Fachunterricht sowie für alle schuldiagnostischen und sonderpädagogischen Förderungsmöglichkeiten. In der Marie Luise Kaschnitz-Schule Karlsruhe unterrichtet ein Team von Sonderschul-, Grund-, Haupt- und Realschullehrerinnen und Lehrern. Diese entwickeln nach Möglichkeit für jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler nach deren individuellem Förderbedarf ein ausgeglichenes und abwechslungsreiches Unterrichtsangebot. Die Lehrerinnen und Lehrer unterrichten sowohl in der Kinderklinik als auch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -Psychologie, in der Tagesklinik sowie vollstationär. In Einzelfällen kommen auch weitere Schülerinnen und Schüler von anderen Kliniken in Karlsruhe dazu. Unterricht Der Unterricht in der SfK Karlsruhe ist derzeit in drei Lerngruppen (Grund-, Mittel- und Oberstufe) organisiert. Es besteht ein Stundenplan zur Abdeckung der Hauptfächer und ausgewählter Sachfächer. In diesen Fächern erhalten die Schüler die gleiche Anzahl von Stunden wie an den allgemeinen Schulen. Daneben wird innerhalb von Projekten Unterricht in den Bereichen Werken, bildhaftes Gestalten und Hauswerk angeboten. Für einzelne Schülerinnen und Schüler kann jedoch der Unterricht in der Lerngruppe (Gruppengröße von 4 bis 8 Schülern) zu schwierig sein. Deshalb wird von uns auch Einzelunterricht angeboten. Als Ziel gilt hier die Eingliederung in die Lerngruppe, als Übergang zu einer Schule außerhalb der Klinik. Förderdiagnostik Gerade in der Kinder- und Jugendpsychiatrie stellt sich bei den meisten Schülerinnen und Schülern die Frage, wie die weitere Beschulung erfolgen soll. Um den schulischen Stand eines Schülers bei der Aufnahme festzustellen, entwickeln wir so genannte Standardarbeiten. Auf dieser Grundlage sowie aufgrund des von der Heimatschule angeforderten Stoffplans und weiteren Erhebungen werden die Schülerinnen und Schüler im Unterricht dementsprechend gefördert. Dabei unterstützen die Lehrerinnen und Lehrer der SfK die Schülerinnen und Schüler insbesondere beim Aufbau der individuellen Lernfähigkeit und der Lernmotivation und geben Hilfestellungen zur Bewältigung der Krankheitssituation durch die Vermittlung und Vertiefung altersgemäßen Wissens über die Krankheit und ihre Zusammenhänge. Bei der Entlassung dokumentieren wir den Lernstand und die Fortschritte der Schülerinnen und Schüler in einem Bericht und geben Empfehlungen für die weitere Beschulung. Allgemeine Schulen vor Ort können in Zusammenarbeit mit der Kooperationsstelle des Staatlichen Schulamtes Karlsruhe von uns Beratung in allen Fragen der Beschulung kranker Kinder und Jugendlicher erhalten. Auch im Bereich der Akutkliniken werden förderdiagnostische Aufgaben von uns übernommen.
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