Marie Luise Kaschnitz-Schule
       
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  Schülerinnen und Schüler berichten von ihren Erlebnissen

Danke Ihr alle Betreuerlein!

Ich glaube nicht das ich ohne eure Hilfe weitergekommen wäre
Ich war als ich kam soooooooo verzweifelt.
Es gab Zeiten wo ich euch alle hätte umbringen könnte!
Ich weiß echt nicht wie ihr das hinbekommen habt.
Ich bin echt selbstbewusster geworden.
Einem mega großen dank an meine Ärztin (v.d.H.)!
Ich werde mich nie wieder versuchen umzubringen!
Und ich werde durch das hier auch nie mehr an Alkohol hinlangen!
Vielleicht komme ich ja wieder nächstes Jahr im Winter...

Meine Lebensgeschichte

Damals im 20. Jahrhundert wurde ein Mädchen
Elly genannt geboren, das war 1987.
1989 starb ihr Opa den sie überhaupt nicht kannte.
Weil sie damals 2 Jahre alt war.
Sie war schon früher ein kompliziertes Mädchen.
Aber sie aß sich durch das Leben durch.
Mit 12 hatte sie den ersten Freund der eigentlich total in Ordnung war!
Mit 13 versuchte sie sich das erste mal das Leben zu nehmen.
Mit 14 wurde sie beim 4. mal erwischt und kam in die Kinder und Jugend- Psychiatrie.
Der Aufenthalt gefiel ihr, so beschrieb sie es.
Aber sie musste lernen sich selbst zu mögen.
Als sie dann wieder zu Hause war alles schön!
Ihr Leben begann hoch zu steigen.
Sie war nicht mehr das dumme Mädchen, das sich alles sagen lassen tut!

Eine Schule im Krankenhaus

Als ich ins Krankenhaus kam, hat die Schwester Cornelia gesagt, hier gibt es auch eine Schule. Ich habe einen Scheck gekriegt. Ich habe nicht gleich in die Schule gekonnt. Erst nach 4 Wochen bin ich gegangen. Und jetzt bin ich schon 9 Wochen in der Schule. In meiner Klasse sind noch 4 Klassenkameraden. Ayhan ist 17 Jahre alt, und er muß erst Deutsch lernen. Dominik ist Viertkläßler, und David ist Drittkläßler. Andreas ist in der 2. Klasse wie ich. In der nächsten Woche ist es vielleicht ganz anders, aber hoffentlich nicht. Ich habe Musik am liebsten.
(Oliver Schindler, Bühlertal, 2. Klasse; aus: Wurzel, Schülerzeitung)


 

Orientierungsarbeiten

Ich liege in der Chirurgie 1, weil ich mir das Bein gebrochen habe. Es war in der Schule passiert, im Treppenhaus. Ich sprang vier Stufen hinunter, dann fiel ich hin und hatte mir das Bein gebrochen. Die Lehrerin rief einen Krankenwagen und als der dam, fuhren wir hier ins Kinderkrankenhaus.

Als ich zwei Tage lag, sagte mir mein Nachbar: „Hier gibt es auch eine Schule.“ Da erschrak ich und sagte: „Das habe ich nicht gewußt, dann muß ich auch hier lernen!“ Am nächsten Tag kam eine Lehrerin zu Andreas ans Bett und übte mit ihm das 7er Einmaleins. Dabei fragte sie mich, ob ich länger als 14 Tage hierbleiben müsse. Ich sagte ihr: „Ja!“ Als es mir besser ging, lernte sie auch mit mir. Jetzt habe ich gerade die Orientierungsarbeiten geschrieben. Dabei wurde ich in ein anderes Zimmer geschoben, wo ich alleine war. Ich liege nämlich in einem 4-Bett-Zimmer, und es ist ziemlich laut. Jetzt bin ich froh, daß ich nicht zum Nachtermin gehen muß.

Hier hat man nicht so lange Unterricht und ganz wenig Hausaufgaben.
(Stefan Drvodelis, 4. Klasse; aus: Wurzel, Schülerzeitung)
 

Elternbrief einer Schülerin mit Krebserkrankung

Sehr geehrte Herr Krieger,

an unserer Tochter Maja haben wir erleben dürfen, wie hilfreich eine gute Betreuung durch die Klinikschule für den Genesungsprozess ist.

Der regelmäßige und liebevolle Unterricht durch die beiden Lehrerinnen hat Maja immer das Gefühl vermittelt, dass das Leben „draußen“ auf sie wartet und die Rückkehr in den Alltag das klare Ziel ist. Die Krankheit und die Therapie durfte sie jeden morgen für 2 Stunden vergessen, welch ein Geschenk! Ich glaube, sie hat in den ganzen Monaten keinen Tag den Unterricht ausfallen lassen, auch wenn es ihr manchmal nicht gut ging.

Sie hat übrigens den Einstieg ins laufende Schuljahr nahtlos geschafft, ist gut in die Klassengemeinschaft integriert und läuft leistungsmäßig im guten Mittelfeld ihrer Klasse mit. Jetzt ist sie bereits Siebtklässlerin!

Unsere Dankbarkeit können wir Ihnen dadurch zeigen, dass wir anlässlich der Geburtstagsfeier meines Mannes um Spenden für die Klinikschule gebeten haben.